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Grünspecht
Picus viridis

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Grünspecht auf einer Wiese
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Biologie

Der Grünspecht ist nach dem Schwarzspecht der zweitgrößte Specht in Mitteleuropa und mit dem Grauspecht verwandt. Neben seinem für Spechte typischem wellenförmigen Flug ist er gut an seiner lachenden Gesangstrophe „gjügjügjügjü…“ zu erkennen. Dieser ist vor allem von Februar bis April häufig zu hören.

Der Grünspecht sucht seine Nahrung vor allem am Boden. Wie der Wendehals ist er auf Ameisen und deren Puppen spezialisiert, die er mit seiner über zehn Zentimeter langen, klebrigen Zunge, die an der Spitze mit Widerhaken versehen ist, aus selbst gehackten Löchern in Ameisenhaufen herausholt. 

Auch wenn dieser Specht oft am Boden angetroffen wird, klettert er wie die anderen Spechtarten mithilfe des Stützschwanzes an Bäumen senkrecht auf- und abwärts und übernachtet sowohl in Baumhöhlen. 

Der Grünspecht legt einmal im Jahr fünf bis acht Eier in Baumhöhlen. Nach 15 Tagen schlüpfen die Jungspechte, die dann nach 23 bis 27 Tage das Nest verlassen. 

Erkennungsmerkmale

Der Grünspecht, ist wie sein Name schon vermuten lässt, hauptsächlich grün gefärbt. Die Oberseite erscheint moosgrün, die Unterseite graugrün, der Bürzel gelbgrün. Beide Geschlechter tragen einen leuchtend roten Scheitel und eine schwarze Maske ums weiße Auge. Weibchen und Männchen sind aber am Bartstreif zu unterscheiden, der beim Weibchen schwarz und beim Männchen rot ausgeprägt ist. 

Gehört zu
Masse

Größe 31-33cm,
Flügelspannweite 40-42cm,
Gewicht 180-220g

Ähnliche Arten

Kann aufgrund der ähnlichen Grünfärbung mit dem Grauspecht verwechselt werden. Der Grauspecht ist allerdings viel seltener als der Grünspecht und hat einen insgesamt grauen Kopf mit einer weniger markanten rot-schwarzen Kopfzeichnung (nur das Männchen hat einen kleinen roten Stirnfleck) und einem dunkelroten Auge. Der Gesang des Grauspechtes ähnelt zwar dem des Buntspechtes, wird jedoch gegen Ende deutlich langsamer und fällt ab. Außerdem trommelt der Grauspecht deutlich häufiger als der Grünspecht. 

Gefährdungsgrad

Nicht gefährdet

Aktivitätszeit

Grünspechte sind ganzjährig in Mitteleuropa anzutreffen. Grünspechte sind tagaktiv. 

Lebensraum

Der Grünspecht bevorzugt halboffene Lebensräume wie aufgelockerte Laubwälder, Friedhöfe, Obstgärten, Streuobstwiesen und Parks mit alten Bäumen und Wiesenflächen.

Mensch & Tier

Gefahren

Kalte, und strenge Winter mit über längerer Zeit geschlossener Schneedecke können sich negativ auf den Bestand auswirken. Zudem kann die Nahrungsgrundlage durch den Einsatz von Pestiziden und der intensiven Land- und Forstwirtschaft geschmälert werden.

Beobachtungstipps

Besonders kurz nach Sonnenaufgang suchen Grünspechte Weiden und Wiesen nach lockeren Bodenstellen und Ameisenhaufen ab. Der Grünspecht ist außerdem häufig in Siedlungsgebieten mit Parkflächen anzutreffen. 

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