Freitag, 18. September 2026 Pro Natura Aargau ruft gemeinsam mit Wilde Nachbarn Aargau die Bevölkerung auf, Begegnungen mit dem Tier des Jahres 2026 zu melden. Wo im Aargau leben Igel, wo allenfalls weniger? Dieser Frage wollen die Naturschutzorganisationen nachgehen. Die Bevölkerung ist eingeladen mitzuhelfen und Beobachtungen im Garten oder während einem Spaziergang zu melden. Ziel ist es, bis Mitte Oktober möglichst viele Meldungen zusammenzutragen. Warum Meldungen wichtig sind Der Igel (Erinaceus europaeus) ist ein gern gesehenes Wildtier im eigenen Garten oder inParkanlagen. Seine potentielle Gefährdung ist hingegen nicht so offensichtlich: DerLebensraum des Igels wird knapper und auch seine Nahrungsgrundlagen. Umso wichtiger istes, ein genaueres Bild über die Verbreitung und den Bestand der Igel im Kanton Aargau zubekommen. «Meldungen aus der Bevölkerung sind dabei eine Hilfe. Sie bilden eine wichtigeGrundlage, um Lebensräume gezielt zu erhalten, zu vernetzen und aufzuwerten und somitlangfristig zum Schutz des Igels beizutragen» sagt Ursina El Sammra, ProjektleiterinUmweltbildung bei Pro Natura Aargau. Aus diesem Grund ruft Pro Natura Aargau,zusammen mit den weiteren Trägern von Wilde Nachbarn Aargau dazu auf, die Augen nachIgeln offen zu halten und sie auf der Plattform Wilde Nachbarn Aargau zu melden. NebenPro Natura Aargau sind in der Trägerschaft die Aargauische Naturforschende Gesellschaft,der Jurapark Aargau, das Naturama Aargau sowie der WWF Aargau vertreten. Wo und wann Sie einen Igel entdecken können Der Igel, der als Tier des Jahres 2026 bereits im Fokus der Öffentlichkeit steht, ist im KantonAargau vielerorts anzutreffen, sofern er geeignete Lebensräume vorfindet. Das gilt sowohlfür den Siedlungsraum als auch für Waldränder und Hecken in der offenen Landschaft.Ursina El Sammra erklärt «Im Siedlungsgebiet fühlt er sich in naturnahen Gärten amwohlsten. Dort schätzt er Laub- und Asthaufen, dichtes Gebüsch sowie wilde,unaufgeräumte Ecken.» Sarah Gauss, Praktikantin bei Pro Natura Aargau ergänzt: «Auchstrukturreiche Wiesen und durchlässige Zäune kommen dem Igel zugute, weil er so vonGarten zu Garten wandern und auf Futtersuche gehen kann.»Am besten lassen sich Igel in der Dämmerung und in der Nacht beobachten, da sie erst zuspäter Stunde aktiv werden. Wer im Herbst ein Rascheln im Laub hört, sollte genauhinschauen, möglicherweise versteckt sich dort ein Igel. «Beobachten ja, stören nein: Sokommt der Igel am besten durch die Nacht.» empfiehlt Sarah Gauss. Jetzt zählt jeder Tag und jede Beobachtung Aktuell ist der Igel besonders aktiv auf Futtersuche: Bis zum Wintereinbruch müssenJungtiere ein Gewicht von 500 bis 600 Gramm erreichen, um den Winterschlaf zuüberstehen. Was für uns nach wenig klingt, ist für die kleinen Igel überlebensnotwendig.«Vor allem für Jungtiere, welche erst in den letzten Wochen zur Welt gekommen sind, heisstes nun - Winterspeck anfressen!» erklärt Ursina El Sammra.Da der Igel noch bis und mit Oktober unterwegs ist, zählt jetzt jeder Tag. Wer jetzt eineBeobachtung macht, hilft mit, ein aktuelles Bild der Bestände zu bekommen, solange dieTiere noch unterwegs sind.Die Igel-Beobachtungen können mit wenigen Klicks auf der Plattform von Wilde NachbarnAargau gemeldet werden. Dabei ist es auch möglich, den exakten Standort nicht öffentlichanzeigen zu lassen. Den Igel unterstützen Neben den Meldungen können Sie den Igel auch selbst unterstützen. Legen Sie in ihremGarten einen Ast-Laubhaufen an, in dem sich der Igel verstecken kann. Ist der Haufen richtigaufgebaut und positioniert, kann sogar ein Igel darin überwintern. Lassen Sie Krautsäumestehen, so kann der Igel geschützt umherwandern und machen Sie Zäune und Absätze fürden Igel durchgängig. Haben Sie keinen eigenen Garten, können Sie allenfalls ihreVermieterschaft oder die Verwaltung motivieren und dabei unterstützen die Grünflächen umsHaus igelfreundlich zu gestalten. Ursina El Sammra rät: «Wer wissen will wie ein wertvollerAst-Laubhaufen aufgebaut ist, kann dies am 24. Oktober am Workshop von Pro NaturaAargau in Lengnau (AG) erlernen.» Links Link zur Plattform: https://aargau.wildenachbarn.chLink zum Workshop: https://www.pronatura-ag.ch/de/kurs-igelfreundliche-gaerten Rückfragen Ursina El Sammra, Pro Natura Aargauursina.elsammra@pronatura.chTel. 044 552 14 95 Bilder Die nachfolgenden Bilder stehen für den Gebrauch im Zusammenhang mit der Medienmitteilung bei korrekter Zitierung der Bildautoren kostenfrei zur Verfügung. Der Igel im Siedlungsraum. © Olivier Born Igel begegnen im Siedlungsraum immer wieder Hindernissen. © Wirestock Creators