Aurorafalter
Anthocharis cardamines

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Männlicher Aurorafalter auf pinken Blüten
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Von anderen Weißlingen ist der Aurorafalter durch die graugrün marmorierte Hinterflügelunterseite zu unterscheiden. Lebt an Waldrändern, im lichten Wald, in Waldlichtungen, auf Waldnahen Wiesen und an Säumen. Vagabundierende, mobile Art. Eine der häufigsten Tagfalterarten der Stadt Zürich. Besiedelt sämtliche Wälder und landwirtschaftlich genutzten Gebiete, ebenso größere naturnahe, gehölzreiche Gebiete im urbanen Raum. Eiablage einzeln an Blütenstiele der Futterpflanzen: viele verschiedene Kreuzblütler wie Wiesenschaumkraut, Bitteres Schaumkraut, Spring-Schaumkraut oder Knoblauchhederich. Verpuppung an Pflanzenstängeln. Falter besuchen bevorzugt die Blüten des Wiesenschaumkrautes.

Erkennungsmerkmale

Mittelgroßer Falter, Grundfarbe weiß, schwarze Flecken, oberseits schwarze Vorderflügelspitze. Männchen durch großen, leuchtend orangefarbenen Fleck im Vorderflügel unverkennbar; Weibchen im Flug leicht mit anderen Weißlingen zu verwechseln. Flügelunterseite mit charakteristischer goldener Zeichnung.

Masse

Flügelspannweite ca. 42mm

Ähnliche Arten

Das Weibchen ist im Flug leicht mit anderen Weißlingen zu verwechseln, die Männchen haben charakteristische orange Flecken auf den Vorderflügeln und sind unverwechselbar.

Gefährdungsgrad

Nicht gefährdet

Aktivitätszeit

April bis Juni, eine Generation pro Jahr. Überwinterung als Puppe

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Gefahren
  • „Herbstputz“:
    Das intensive Zurückschneiden der Vegetation vor dem Winter ist besonders für überwinternde Puppen gefährlich. Die in den Sträuchern und Zweigen versteckten Puppen verlieren dadurch ihren Überwinterungsort und können, gefangen in der Puppenhülle, keinen neuen Ort aufsuchen. Lesen Sie mehr zu dieser Problematik.
  • Gärten ohne Nahrung:
    Gärten, die hauptsächlich aus sterilem Rasengrün, Kirschlorbeer- oder Thujahecken und exotischen Zierpflanzen bestehen, sind für unsere Schmetterlinge wertlos, manchmal sogar giftig, und bieten den Raupen keine Lebensgrundlage.
  • Invasive Neophyten und gebietsfremde Pflanzenarten:
    Diese bieten den Schmetterlingen wenig bis keinen Nektar und auch den Raupen keine Nahrungsgrundlage. Sommerflieder, der die Schmetterlinge durch seinen betörenden Geruch anlockt, kann sich negativ auf die Schmetterlingspopulationen auswirken, da er den Raupen keine Nahrung bietet und diese folglich auf dem Sommerflieder verhungern.
  • Intensivierung der Landwirtschaft:
    In einer intensiven Landwirtschaft, finden Wildblumenwiesen und Hecken aus einheimischen Sträuchern nur noch selten einen Platz. Diese Veränderungen wirken sich negativ auf die Schmetterlingsbestände allgemein aus.
Fördermassnahmen

Die wichtigsten Nahrungspflanzen für die Raupen des Aurorafalters sind das Wiesen-Schaumkraut und die Knoblauchrauke. Ohne diese Pflanzen, kann die neue Generation des Aurorafalters nicht heranwachsen. Pflanzen Sie eine schöne Blumenwiese voller unterschiedlicher Schaumkrautarten und der Aurorafalter wird hoffentlich bald bei Ihnen vorbeischauen. 

Viele Möglichkeiten führen zum Schmetterlingsparadies

Sie brauchen jedoch keinen eigenen Garten, um etwas Gutes für die Schmetterlinge zu tun. Wohnen Sie in einer Genossenschaft oder besitzt Ihr Wohngebäude eine Grünanlage? Setzen Sie sich dafür ein, dass der Grünbereich naturnahe bewirtschaftet wird. Dazu zählen das Pflanzen von einheimischen Wildpflanzen, das Ersetzen von Rasenflächen durch artenreiche Wiesenflächen, das Stehenlassen von Blumeninseln, seltenes und gestaffeltes Mähen, sowie der Verzicht auf Pestizide und Herbizide.

Stadtoasen

In der Stadt können Verkehrsinseln, Bahnböschungen und Kiesplätze wahre Schmetterlingsoasen werden. Wildstauden und Wildkräuter locken zahlreiche Schmetterlinge an. 
Selbst auf dem eigenen Balkon kann der Aurorafalter gefördert werden. Einheimische, nektarspendende Pflanzen bieten hier nicht nur Schmetterlingen sondern auch Wildbienen Nahrung. Blühende Küchenkräuter wie Thymian oder Schnittlauch sehen nicht nur schön aus, sondern erfreuen auch die Schmetterlinge.

Bunte Wildblumenwiesen, bevorzugt mit Wiesenschaumkräutern, ziehen den Aurorafalter an.
Beobachtungstipps
Raupen an Knoblauchrauken

Die blaugrüne Raupe des Aurorafalters zeichnet sich durch einen seitlichen, hellen Streifen aus, der nach hinten hin weiß wird und den dunkelgrünen Bauch scharf abgrenzt. Sie frisst insbesondere an Wiesen-Schaumkraut, Knoblauchrauke und Pfeilkresse. 

Frühlingsbote

Die Saison des Aurorafalters beginnt Anfang April gleichzeitig mit dem Wiesenschaumkraut. Der Frühlingsbote gehört zu den ersten Tagfaltern, die im Frühjahr schlüpfen. 
Der Aurorafalter zählt zu den häufigeren Schmetterlingsarten. Sie sind sowohl auf trockenen und mageren Wiesen als auch auf feuchten Wiesen antreffen. Lichte, feuchte Wälder werden von dieser Falterart ebenfalls bewohnt.

Die Weibchen des Aurorafalters sind auf der Flügeloberseite weiß, auf der Unterseite haben sie ein goldenes Muster.
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