Grünaderweißling
Pieris napi

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Grünaderweissling auf Blume
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Eine der häufigsten Tagfalterarten der Stadt Zürich, auch unter dem Namen Grünaderweißling bekannt, besiedelt Waldränder, lichten Wald, Wiesen, Acker- und Gemüsebaugebiete und Gärten, kommt auch mitten in der Stadt vor. Vagabundierende, mobile Art.

Die Eier des Grünaderweißlings werden einzeln oder in Gruppen an die Blätter der Futterpflanzen gelegt. Die Nahrung der mattgrünen Raupe besteht aus vielen verschiedenen Kreuzblütlern, darunter auch Kulturpflanzen wie Weißkohl oder Blumenkohl. Die Verpuppung findet an Pflanzenstängeln statt. Die Falter besuchen viele verschiedene Blüten.

Erkennungsmerkmale

Mittelgroßer Falter mit weißer bis hellgelber Grundfarbe, schwarzen Flecken, oberseits schwarzer Vorderflügelspitze. Flügeladern auf den Flügelunterseiten graugrün bestäubt.

Gehört zu
Masse

Flügelspannweite ca. 42 mm

Gefährdungsgrad

Nicht gefährdet

Aktivitätszeit

April-Oktober, 3 Generationen pro Jahr. Überwinterung als Puppe.

Lebensraum

Häufiger Kulturfolger

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Gefahren
  • „Herbstputz“:
    Das intensive Zurückschneiden der Vegetation vor dem Winter ist besonders für überwinternde Puppen gefährlich. Die in den Sträuchern und Zweigen versteckten Puppen verlieren dadurch ihren Überwinterungsort und können, gefangen in der Puppenhülle, keinen neuen Ort aufsuchen. 
  • Gärten ohne Nahrung:
    Gärten, die hauptsächlich aus sterilem Rasengrün, Kirschlorbeer- oder Thujahecken und exotischen Zierpflanzen bestehen, sind für unsere Schmetterlinge wertlos, manchmal sogar giftig, und bieten den Raupen keine Lebensgrundlage.
  • Invasive Neophyten und gebietsfremde Pflanzenarten:
    Diese bieten den Schmetterlingen wenig bis keinen Nektar und auch den Raupen keine Nahrungsgrundlage. Sommerflieder, der die Schmetterlinge durch seinen betörenden Geruch anlockt, kann sich negativ auf die Schmetterlingspopulationen auswirken, da er den Raupen keine Nahrung bietet und diese folglich auf dem Sommerflieder verhungern.
  • Intensivierung der Landwirtschaft:
    In einer intensiven Landwirtschaft, finden Wildblumenwiesen und Hecken aus einheimischen Sträuchern nur noch selten einen Platz. Diese Veränderungen wirken sich negativ auf die Schmetterlingsbestände allgemein aus.
Fördermassnahmen

Die wichtigsten Nahrungspflanzen für die Raupen des Grünaderweißlings sind Schaumkrautarten, Brunnenkresse, Knoblauchrauke oder Wilder Senf. Pflanzen Sie eine Blumenwiese mit Wiesenschaumkraut und Senf – die Farbkombination von violett und gelb sieht nicht nur schön aus, sondern ist ein wahres Paradies für den Grünaderweißling.

Viele Möglichkeiten führen zum Schmetterlingsparadies

Sie brauchen jedoch keinen eigenen Garten, um etwas Gutes für die Schmetterlinge zu tun. Wohnen Sie in einer Genossenschaft oder besitzt Ihr Wohngebäude eine Grünanlage? Setzen Sie sich dafür ein, dass der Grünbereich naturnahe bewirtschaftet wird. Dazu zählen das Pflanzen von einheimischen Wildpflanzen, das Ersetzen von Rasenflächen durch artenreiche Wiesenflächen, das Stehenlassen von Blumeninseln, seltenes und gestaffeltes Mähen, sowie der Verzicht auf Pestizide und Herbizide.

Stadtoasen

In der Stadt können Verkehrsinseln, Bahnböschungen und Kiesplätze wahre Schmetterlingsoasen werden. Wildstauden und Wildkräuter locken zahlreiche Schmetterlinge an. 
Selbst auf dem eigenen Balkon kann der Grünaderweißling gefördert werden. Einheimische, nektarspendende Pflanzen bieten hier nicht nur Schmetterlingen sondern auch Wildbienen Nahrung. Blühende Küchenkräuter wie Thymian oder Schnittlauch sehen nicht nur schön aus, sondern erfreuen auch die Schmetterlinge.

Die Knoblauchrauke ist eine wichtige Futterpflanze für die Raupen des Grünaderweißlings und kann als würziges, essbares Kraut auch in der Küche verwendet werden.

Beobachtungstipps

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