Violetter Waldbläuling
Polyommatus semiargus

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Blauschimmerende Männchen des Violetter Waldbläuling auf weisser Blüte
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Der auch als Rotkleebläuling bezeichnete Falter ist oft an Rot-, Horn- und Hufeisenklee, Luzerne, Esparsette und weiteren Schmetterlingsblütlern zu beobachten. Raupen an Rotklee, vermutlich auch an weiteren Schmetterlingsblütlern. Verpuppung am Boden. Standorttreu. Verschiedene Bläulingsarten sind oft recht schwierig auseinanderzuhalten – kleine Weibchen des Violetten Waldbläulings können leicht mit dem Zwergbläuling verwechselt werden.

Verbreitung

Tritt in ganz Mitteleuropa auf.

Erkennungsmerkmale

Klein. Flügeloberseiten beim Männchen blau, beim Weibchen braun. Flügelunterseiten graubraun mit einfacher schwarzer Punktreihe.

Ähnliche Arten

Verwechselbar mit anderen Bläulingsarten, besonders kleine Weibchen mit dem Zwergbläuling.

Gefährdungsgrad

Nicht gefährdet

Aktivitätszeit

Ende Juni – Mitte August. Drei Generationen pro Jahr. Überwinterung als Raupe.

Lebensraum

Wenig intensiv genutzte, trockene bis feuchte Wiesen. Auch im Siedlungsgebiet.

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Fördermassnahmen

Um den Violetten Waldbläuling zu fördern, kann man Rot-, Horn- und Hufeisenklee, Luzerne, Esparsette und weitere Schmetterlingsblütler pflanzen. Für die Raupen ist besonders der Rotklee eine wichtige Futterpflanze.

Viele Möglichkeiten führen zum Schmetterlingsparadies

Sie brauchen keinen eigenen Garten, um etwas Gutes für die Schmetterlinge zu tun. Wohnen Sie in einer Genossenschaft oder besitzt Ihr Wohngebäude eine Grünanlage? Setzen Sie sich dafür ein, dass der Grünbereich naturnahe bewirtschaftet wird. Dazu zählen das Pflanzen von einheimischen Wildpflanzen, das Ersetzen von Rasenflächen durch artenreiche Wiesenflächen, das Stehenlassen von Blumeninseln, seltenes und gestaffeltes Mähen, sowie der Verzicht auf Pestizide und Herbizide.

Stadtoasen

In der Stadt können Verkehrsinseln, Bahnböschungen und Kiesplätze wahre Schmetterlingsoasen werden. Wildstauden und Wildkräuter locken zahlreiche Schmetterlinge an.

Selbst auf dem eigenen Balkon kann der Violette Waldbläuling gefördert werden. Blühende Küchenkräuter und etwas Klee auf dem Fensterbrett sehen nicht nur schön aus, sondern erfreuen auch die Schmetterlinge.

Der Violette Waldbläuling kann auch im Siedlungsraum gefördert werden, denn verschiedene Klee-Arten wachsen sogar auf kleinstem Raum auf Verkehrsinseln oder kleinen Ruderalflächen.
Beobachtungstipps
Spuren
Farblich angepasste Raupen

Die Weibchen des Violetten Waldbläulings legen die Eier an den geröteten, aber noch nicht aufgeblühten Blüten des Wiesen-Klees ab. Die Raupen fressen dort bis zur Überwinterung und sind farblich gut an die Futterpflanze angepasst.

Andersfarbige Geschlechter

Die Falter des Rotklee-Bläulings sind relativ häufig zu beobachten, besonders auf gras- und blütenreichen Wiesen, Gebüschen und Waldlichtungen. Das Männchen unterscheidet sich vom Weibchen durch eine dunkelblaue Flügeloberseite und schwarz gefärbte Adern. Die Weibchen haben weiß gesäumte, einfarbig braune Flügeloberseite. Die Flügelunterseite ist hellbraun gefärbt und mit kleinen schwarzen, weiß umrandeten Punkten versehen.

Auf der Flügelunterseite des Violetten Waldbläulings befinden sich schwarze Punkte mit einer weißen Umrahmung, nur die Männchen des Falters haben eine dunkelblaue Flügeloberseite.
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